Kranzelsingen Feistritz/Drau

19.6.2005  (Beitrag von Steffen Sack)

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Alle Jahre wieder ereilt die Sänger der Sängerrunde das gleiche Schicksal. Der Termin, den alle nur mit flüsterndem Respekt kaum laut auszusprechen wagen, steht vor der Tür: Kranzlsingen!

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Genauso wie vor einem exquisiten Diner ein Apperetiv gereicht wird, genauso bereitet sich die Mannschaft auf die bevorstehenden Stunden vor. Zum warm-up findet man sich in der lauschigen Laube unseres Lieblingszahnarztes ein, wo ein, zwei alkoholfreie Getränke gereicht werden.

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Und was hier so aussieht, wie die Eröffnung eins urzeitlichen Opferkults, bei dem sich alle um den Opfertisch reihen, ist in Wahrheit nur der Versuch des Chorleiters ein Einsingen zu starten.

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Bei diesem Einsingwettkampf steht der Sieger schon vorher fest. Die DREI zweiten Tenöre hatten einfach keine Chance sich durchzusetzen. Immerhin sind sie von EINEM ersten Tenor und EINEM ersten Bass umzingelt. Wie soll man sich da stimmlich behaupten?

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Nach einem kurzen Willkommenslied heisst es warten, warten, warten. Aber wie man im Hintergrund schon sieht, wird die Wartezeit bis zum eigentlichen Auftritt durch XX-chromosonbehaftete Zweifüßler versüßt.

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Oder man vertreibt sich durch Rumflachserei ein wenig die Zeit.

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Man hätte ja sooooo viel zu diese Bild schreiben können… aber manche Sachen sollten einfach unausgesprochen bleiben.

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Hier unser Fahnenjunker mit der Vereinsflagge, die zum Zeitpunkt einer Notdurftverrichtung nur an nächste Verwandte weitergereicht werden darf…

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…was hier ja eindeutig der Fall ist.

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Jungsänger neigen dazu oft etwas zu spät zu den eigentlichen Auftritten zu kommen, dafür ziehen sie dann gerne einen breiten Grinser auf, wenn sie etwas sehen…

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…das ihnen Freude macht.

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Da man nie genug Einsingen kann, wird hier die Order für ein weiteres Einsingen vom Leiter der Einsingaktivitäten ausgegeben.

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Und sofort nach Befehlsausgabe zieht sich die Sängerrunde in eine schattige Ecke zurück, um noch ein wenig am Liedvortrag zu feilen. Und da das alles so schnell geht, bleiben bisweilen Einzelne auf der Strecke.

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Und wenn das schattige Plätzchen nicht so schattig ist wie gedacht, wird da einfach ein wenig nachgeholfen.

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Hauptsache der musikalischer Leiter bewahrt einen kühlen Kopf, die Sänger sind ja kaltblütig genug, um der Sonne zu trotzen.

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Naja, nach ca. 4,5 Stunden in der Sonne bricht ein wenig Desorientierung durch. Die einen schauen links, die anderen rechts und ganz andere wieder schauen wo ganz anders hin…

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…z.B. hier hin. Ein grober Verhaltensfehler vom Fahnenjunker: Die Weste ist eindeutig zu hoch gerutscht. Das wollen wir nicht mehr sehen!

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Und zum Abschluß, noch etwas aus der ‚Sängerschule Lektion I‘:
Wird der Sänger von allzuviel Sonnenbestrahlung (oder Vergleichbarem) in Mitleidenschaft gezogen, suche er sich zunächst Halt bei Chorkollegen. So wie es hier links im Bild richtig vorgemacht wird.

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Dann reiht man sich ganz artig in der Reihe mit einem sanften Lächeln ein, um beim Liedvortrag nicht bei den Zuhörern aufzufallen.

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Naja, und dann sucht man sich ein ruhiges Plätzchen und wartet bis Taxi/Krankenwagen/Ehefrau einen abholen.